Tag des offenen Denkmals 2026 im Haxenhaus Köln

Das Haxenhaus erfüllt das Jahresmotto „Netzwerke: Denkmale und Infrastruktur“ in besonderer Weise, weil seine Geschichte anschaulich zeigt, wie eng historische Gebäude mit den Versorgungs-, Verkehrs- und Lebensstrukturen ihrer Zeit verbunden waren. Es ist nicht nur als einzelnes Baudenkmal bedeutsam, sondern auch als Teil eines über Jahrhunderte gewachsenen städtischen Gefüges.

Bereits seine Lage in der Kölner Altstadt in unmittelbarer Nähe zum Rhein verweist auf diese Verflechtungen. Für die frühere Nutzung als Brauhaus war die Rheinlage ideal, da Waren gut angeliefert werden konnten. Das Gebäude war damit direkt in die Handels- und Transportwege der Stadt eingebunden. Zugleich sicherte ein mittelalterlicher Brunnen im Haus die Wasserversorgung, die für Brauen, Haushalt und Gastwirtschaft unverzichtbar war.

Hinzu kommt die vielschichtige Nutzung des Hauses. Im Haxenhaus wurden über lange Zeit Brauen, Lagern, Ausschank, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach vereint. Das Gebäude war damit Produktionsort, Wohnort und Ort der Begegnung zugleich. Bis heute ist das Haxenhaus ein lebendiger Ort in der Kölner Altstadt und macht die Verbindung von Denkmal, Versorgung, Handel und Gastlichkeit unmittelbar erfahrbar.

Am Sonntag, den 13. September, laden wir Sie herzlich zum Tag des offenen Denkmals ins Haxenhaus ein. Wir bieten drei Führungen um 11:00, 13:00 und 16:00 Uhr an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist an der Ecke Frankenwerft und Buttermarkt.