Typisch kölsch… Warum unsere Haxe „Augustus“ heißt

Es ist kein Geheimnis, dass wir Kölner unsere Stadt mit alle ihren – zum Teil durchaus verwunderlichen – Eigenarten aufrichtig lieben. Ganz im Gegenteil. Es gibt wohl kaum ein Fleckchen in Deutschland, in dem der Lokalpatriotismus der Menschen so ausgeprägt ist wie bei uns in Kölle. Und genau darauf sind die Kölner besonders stolz. So wie auf die jahrtausendealte Geschichte der Stadt, die bis ins Jahr 50 n. Chr. zurückreicht.

Auch das Haxenhaus reiht sich da nahtlos ein und kann sich keinen hübscheren (Stand)Ort als Köln vorstellen. Wen verwundert es also, dass viele unserer Haxen bedeutende Namen der Kölner Geschichte tragen?

Der Name unserer Haxe Augustus geht auf den ersten römischen Kaiser Augustus zurück. Er war Großneffe und Haupterbe von Gaius Iulius Caesar. Im Jahr 15 n. Chr. war Augustus Oberbefehlshaber der in Germanien kämpfenden Legionen, als seine Tochter Aggripina im Oppidum Ubiorum am Rhein, benannt nach den dort angesiedelten Ubiern, an der Stelle des späteren Köln geboren wurde.

stone bust 378893 1920

Im Laufe ihres Lebens wurde Agrippina eine mächtige Frau. Durch ihren Einfluss erhielt das Oppidum Ubiorum später den Status einer römischen Kolonie und hieß fortan Colonia Claudia Ara Agrippinensium oder kurz CCAA. Sie ließ die Ubiersiedlung zur Stadt erheben. Die Stadtrechte wurden offiziell am 8. Juli 50 verliehen. Der heutige Name Köln geht auf damalige römische Bezeichnung zurück. Seither wird Agrippina in der Stadt am Rhein als Gründerin Kölns verehrt.

Als anerkennende Wertschätzung für Agrippina und ihren Vater Augustus haben wir einem unserer Haxengerichte den Namen Augustus gegeben. Denn ohne diese beiden bedeutenden Personen hätte es Köln so womöglich nie gegeben.

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