Typisch kölsch… der Kölner Dom

Der Kölner Dom ist Kölns Sehenswürdigkeit schlechthin und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Unzählige Touristen kommen tagtäglich nach Köln, um die drittgrößte Kirche der Welt zu bestaunen. Ganze 157 m hoch ist der Kölner Dom. (Das entspricht in etwa einem Haus mit 53 Stockwerken.) Aber wie kam es dazu, dass in Köln eine so große Kirche gebaut wurde? Höchste Zeit, das Herz unserer Stadt sowie dessen Geschichte etwas genauer zu betrachten.

Vor über 800 Jahren, im 12. Jahrhundert, stand an der Stelle des heutigen Domes bereits eine andere Kirche: der alte Dom. Und schon zur damaligen Zeit war der alte Dom für die Kölner DAS Wahrzeichen der Stadt. Doch dann sollte ein besonderes Ereignis die Geschichte des Domes für immer verändern.

Am 23. Juli 1164 kommt der damalige Kölner Erzbischof Rainald von Dassel von einer lange Reise aus Mailand zurück in die Domstadt. Und er kommt nicht allein. Mit im Gepäck hat er die angeblichen Gebeine der Heiligen Drei KönigeKaspar, Melchior und Balthasar. In einer festlichen Zeremonie werden die Gebeine in den alten Dom gebracht. Und von dort an dauerte es nicht mehr lange, bis der Dom weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde. Immer mehr Gläubige kommen nach Köln, um die Gebeine der Heiligen Drei Könige in Augenschein zu nehmen. Und genau das hatte dann nur eine logische Konsequenz. Köln brauchte einen noch größeren und schöneren Dom, um dieser Sensation ein angemessenes Domizil zu geben und dem Andrang der tausenden Pilger Herr werden zu können.

Der Kölner Dom 2

Unter der Leitung von Meister Gerhard, Baumeister und Steinmetz, wird am 15. August 1248 der Grundstein für den neuen Dom gelegt. Der Bau des Kölner Domes beginnt. Nach 74 Jahren wird der östliche Teil, der Chor, als erstes eingeweiht. Seit damals bis heute der Ort, an dem die Gebeine der Heiligen Drei Könige in einem prunkvollen Schrein aufbewahrt werden. Doch auch wenn stetig am Dom gebaut wurde, sollten bis zu seiner vollkommenen Vollendung noch sehr viele Jahre vergehen. Unter anderem kommt es im 16. Jahrhundert zu einem mehr als 300 Jahre währenden Baustop. Vornehmlich durch das immer geringer werdende Interesse und das Schwinden der finanziellen Mittel der Kirche bedingt.

Der Kölner Dom 3

Erst im 19. Jahrundert beschließt man, den Bau des Domes wieder aufzunehmen und endlich zu vollenden. Am 15. Oktober 1880 ist es dann soweit. Nach 632 Jahren Bauzeit ist der Kölner Dom fertig. Ein großer Moment, den tausende feierlich begehen. Sogar der deutsche Kaiser – Kaiser Willhelm I. – kommt zu diesem Anlass nach Köln.

Was sicherlich mit zu den bemerkenwertesten Fakten zählt: Der heutige Kölner Dom entspricht ziemlich genau dem Entwurf von Meister Gerhart aus dem 13. Jahrhundert! „Einfach“ eine Meisterleistung!

Der Kölner Dom 4

Dem Kölner Dom folgen!

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